Fischfutter
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Zierfischfutter


Ob strahlend aquamarinblau, rot-gelb gepunktet oder orange-weiß gestreift, ein Aquarium voller bunter Farben erinnert an die Weiten des Ozeans und schwerelose Leichtigkeit. Die sanften Bewegungen der Grünpflanzen und die fliegendanmutenden Fische haben nachgewiesen eine beruhigende Wirkung und lassen vom nächsten Südseeurlaub unter Palmen träumen. Doch anders als Wildfische im offenen Meer können sich Zierfische ihr Futter nicht selbst besorgen. Was das Futter betrifft, müssen sie sich ganz auf ihre Besitzer verlassen. Um möglichst lange Freude an den schwimmenden Haustieren zu haben, gibt es heute ein großes und vielfältiges Angebot an Fischfutter. Ob lebend oder tiefgefroren, getrocknet als Granulat, Flocken oder Chips, der Handel lässt beim Fischfutter keine Wünsche offen und sorgt für die nötige Abwechslung.

Getrocknetes Fischfutter


Am bekanntesten und auch für besonders viele Fischarten geeignet, ist das Trockenfutter. Es ist im Handel in Form von Flocken erhältlich und enthält im Grunde alle Vitamine, Proteine und Mineralien, die die Fische zum Leben im Aquarium benötigen. Getrocknetes Fischfutter gibt es auch in Form von Tabletten, diese sinken wesentlich schneller auf den Grund und sind so besonders für Bodenfische, wie z.B. Welse, geeignet. Dazu kommen Futtertabletten oder Chips, diese gibt es in den verschiedensten Varianten und lassen sich somit ideal den Bedürfnissen der Fische anpassen. Das getrocknete Fischfutter wird im Handel u.a. vegetarisch auf Algenbasis, oder zur Förderung des Wachstums und der Farbintensität der Fische angeboten. Nach einem anderen Prinzip funktioniert Fischfutter in Granulatform, dieses schwimmt besonders lange an der Oberfläche und wird gerne zur Aufzucht von Jungtieren verwendet.

Gefrorenes Fischfutter


Ein bisschen anspruchsvoller wird es da bei tiefgefrorenem Fischfutter. Dieses kann gefroren in das Aquarium gegeben werden, dort taut es nach und nach auf und dient so über einen längeren Zeitraum als Futterquelle. Es kann aber auch aufgetaut verfüttert werden, sollte sich dann jedoch nicht zu länger als eine Stunde im Aquarium befinden, da es so schnell an Nährstoffen verliert. Der Handel bietet Frostfutter in sehr unterschiedlichen Formen, wie z.B. der Schokoladentafel, diese ist besonders einfach zu portionieren. Doch auch dabei stehen die Bedürfnisse der Fische an oberster Stelle. Ein Vorteil bei diesem Fischfutter: Stinte, Muscheln und Garnelen werden sofort nach dem Fang tiefgefroren und bieten so eine optimale Frische. Weitere Sorten wären u.a. Muscheln, Krill, Lobstereier, Mückenlarven, verschiedene Krebsarten und natürlich die vegetarischen Fischfutter-Variationen, wie Plankton. Dazu kommt die lange Haltbarkeit von bis zu mehreren Jahren im Tiefkühlschrank. Ist dieses Fischfutter jedoch erst einmal aufgetaut, sollte es zügig verbraucht werden. Eine Gefahr bei gefrorenem Fischfutter besteht in der Übertragbarkeit von Krankheiten oder Parasiten. Damit diese gar nicht erst in das Aquarium geraten, sollte man sich schon beim Einkauf nach qualitativ hochwertiger Ware und einem vertrauensvollen Händler umschauen. Dann steht dem Einsatz von gefrorenem Fischfutter nichts mehr im Wege.

Selbstgemachtes Fischfutter


Fischfutter lässt sich teilweise auch sehr einfach selber produzieren. Dies fängt bereits bei diversen Obst- und Gemüsesorten an. Von der Schale befreit und gut gereinigt, lassen sich die verschiedensten Früchte verfüttern, auch die tiefgefrorene Variante ist zu empfehlen. Bei der Auswahl kann ruhig ein wenig experimentiert werden, Fische haben verschiedene Vorlieben, was ihr Fischfutter betrifft und probieren gerne mal etwas Neues. Möhren, Kürbis, Erbsen und Mais gelten im Allgemeinen als beliebt, zu den bevorzugten Obstsorten zählen sogar Zitrusfrüchte. Die Nutzung qualitativ hochwertiger Produkte sollte dabei unbedingt in Anspruch genommen werden, am besten sind Bioprodukte aus kontrolliertem Anbau. Gespritztes oder durch andere Gift- und Düngerstoffe belastetes Rohmaterial schadet dem Wasser des Aquariums und natürlich auch den Fischen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass Fischfutter in Form von Obst und Gemüse nicht länger, als ein paar Stunden im Aquarium zum Verzehr angeboten werden kann, da es schnell zur Verunreinigung der Wasserqualität beiträgt. Derartiges Fischfutter aus der eigenen Küche ist zwar durchaus anwendbar, sollte allerdings nur der Nahrungsergänzung dienen und nicht das komplette Fischfutter aus getrockneten oder lebenden Komponenten ersetzen.

Lebendes Fischfutter


Zierfische sind anspruchsvoll und brauchen viel Abwechslung auf ihrem Speiseplan, z.B. sollte nicht jeden Tag gefrorenes Fischfutter zum Einsatz kommen. Eine besondere Variante bildet da das Lebendfutter. Die Handhabung mit diesem Fischfutter ist nicht nur für die Aquarienbewohner ein Highlight, sondern auch für die Besitzer. Ein Vorteil bei Lebendfutter, es kann zum Teil sogar selbst „hergestellt“ werden. Mücken, Schnecken, oder Ameisen finden sich fast in jedem Garten und können meist ohne größere Schwierigkeiten an Zierfische verfüttert werden. Ein Problem allerdings liegt in der Umweltbelastung mancher Tierarten. Pestizide und Abgase machen auch Käfern, Larven und Schaben zu schaffen und sollten auf gar keinen Fall in das Aquarium geraten, da sie sich schnell auf die Fische übertragen. Wer allerdings nicht auf Lebendfutter verzichten möchte, kann sich auch in diesem Fall vertrauensvoll an einen Händler wenden. Frisch gefangene Garnelen sind sehr eiweißhaltig und bieten als Fischfutter eine optimale Versorgung. Doch auch hier gilt, Abwechslung bieten. Nicht jeden Tag sollte Lebendfutter verfüttert werden, ausgenommen sind natürlich die Fischarten, die sich ausschließlich von lebendem Fischfutter ernähren. Ansonsten gilt wie auch beim Menschen das richtige Maß und Ausgewogenheit. Durch ein vielfältiges Angebot an Fischfutter in getrockneter, gefrorener und lebender Form sind die Bewohner des Aquariums optimal versorgt und tragen somit auch weiterhin zum Wohlbefinden ihrer Besitzer bei.